PFIZER FORSCHUNGSPREIS

Seit 1992 verleiht die Stiftung Pfizer Forschungspreis ihre Auszeichnung in der Schweiz. Mit der Preisverleihung ehrte die Stiftung 20 weitere Wissenschaftler:innen in fünf Kategorien. Sie alle arbeiten in Spitälern und Forschungsinstitutionen in Basel, Bellinzona, Bern, Genf, Lugano und Zürich. Bis heute förderte die Stiftung in der Schweiz medizinische Forschung mit insgesamt 6.5 Millionen Schweizer Franken.

Award Winners

Der Pfizer Forschungspreis hat in der Schweiz eine langjährige Tradition. Seit über 30 Jahren prämiert die Stiftung in den Bereichen Grundlagenforschung und klinische Forschung die besten Arbeiten. Der diesjährige Preis ist insgesamt mit einem Preisgeld von 165‘000 Schweizer Franken dotiert. 30'000 Schweizer Franken stehen pro Fachbereich zur Verfügung: Herzkreislauf, Urologie und Nephrologie – Infektiologie, Rheumatologie und Immunologie – Neurowissenschaften und Erkrankungen des Nervensystems – Onkologie –Pädiatrie. Aufgeteilt in eine prämierte Arbeit aus der Grundlagenforschung und eine aus der klinischen Forschung, beträgt die Prämierung pro Arbeit 15'000 Schweizer Franken. 

11 Arbeiten gewinnen Forschungspreis

Dieses Jahr wurden bei den Kommissionen – zusammengesetzt aus führenden Wissenschaftler:innen und klinischen Expert:innen der Schweiz – über 70 Forschungsarbeiten eingereicht. Am Abend des 10. Februar 2022 kürte die Stiftung 11 Arbeiten und total 20 Forscher:innen. Sie stossen zu den 384 bisher ausgezeichneten Wissenschaftler:innen. Damit ehrte die Stiftung Pfizer Forschungspreis mit insgesamt 6.5 Millionen Schweizer Franken 404 Forscher:innen in der Schweiz – einschliesslich der diesjährigen Preisverleihung. «Seit mehr als 30 Jahren engagieren wir uns in der Schweizer Forschungslandschaft. Forschung ist entscheidend für medizinischen Fortschritt, um unserer Gesellschaft zu helfen. Jedes Jahr bin ich aufs Neue fasziniert von der Vielfalt und der Qualität der eingereichten Arbeiten. Sie spiegeln auch den Forschungsbedarf in der Medizin wider», erklärt Dr. med. Rahel Troxler Saxer, Stiftungsratspräsidentin und Medical Director von Pfizer Schweiz, den Zweck des Forschungspreises. Auch für Sabine Bruckner, CEO von Pfizer Schweiz, ist der Forschungspreis ein jährliches Highlight: «Als internationales Unternehmen schätzen wir den innovativen Forschungsstandort Schweiz. Die Stiftung ist für uns eine Verpflichtung, Forschung und Innovation in der Schweiz zu unterstützen. Wir sind stolz darauf, dieses Engagement seit mehr als drei Jahrzehnten fortzuführen».

Künstliche Netzhaut und neu entdeckte «Kontroll-Fettzellen»

Wissenschaftliche Neugier, die Bereitschaft, sich ganz in den Dienst der Forschung zu stellen und mutig neue Wege zu beschreiten, sind für medizinischen Fortschritt die Voraussetzung. Die ausgezeichneten Wissenschaftler:innen haben sich diesen Eigenschaften verpflichtet. So entdeckten sie im «braunen Fett» bislang unbekannte «Kontroll-Fettzellen», entwickelten aus Hautbiopsien netzhautähnliche Organoide mit dem Potenzial für individuelle Netzhautbehandlungen oder konnten zeigen, dass unsere Bakterienflora einen unerwartet starken Einfluss auf bestimmte Immunzellen nimmt. Auch an onkologischen Fragestellungen wurde von den Ausgezeichneten intensiv geforscht. So fanden sie heraus, dass durch den Wegfall bestimmter Enzyme alternde Tumorzellen genetisch neu programmiert und plötzlich wieder aggressiv werden, dass ein seltener pädiatrischer Tumor von epigenetischen Mechanismen gesteuert wird oder welche Faktoren für das «Wiedererwachen» von «schlafenden» metastatischen Tumorzellen verantwortlich sind. Zudem ist es ihnen durch die Verknüpfung von Entzündungsfaktoren mit einem spezifischen Antikörper gelungen, eine wirkungsvolle Immunantwort unmittelbar an den Krebszellen auszulösen.